Im Herbst Früchte einmachen und den ganzen Winter genießen: Garten-Expertin Stephanie Fleiner verrät, auf was zu achten ist.

Regensburg.Marmelade, Gelee oder Chutney - der Herbst ist die beste Jahreszeit, um die Obsternte aus dem eigenen Garten zu haltbaren Köstlichkeiten zu verarbeiten. Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch es gibt einiges zu beachten. Wer sich daran hält, hat den ganzen Winter über Freude an den Delikatessen aus der eigenen Küche, findet die Geschäftsführerin des Kreisverbands Regensburg für Gartenkultur und Landespflege, Stephanie Fleiner. Sie erklärt, worauf beim Einkochen zu achten ist und warum die Gläser am Schluss tatsächlich auf dem Kopf stehen sollten.
Welche Obstsorten eignen sich besonders zum Einkochen?
Es kommt natürlich auf die Jahreszeit an, aber grundsätzlich kann man fast jedes Obst haltbar machen. Klassiker sind alle Beerenfrüchte, Kirschen, Zwetschgen oder Birnen. Derzeit empfehle ich besonders die Quitte. Aus dieser Frucht lässt sich ganz einfach ein fantastisches Mousse herstellen. Das lässt sich sowohl auf das morgendliche Frühstücksbrot streichen, als Beilage zum Käse oder zum Verfeinern von Salatsoßen verwenden. Die Frucht ist allein so aromatisch, dass es keinen Geschmacksbooster braucht. Einfach mit Zucker und einigen Tropfen Zitronensaft einkochen und später genießen.
Braucht es spezielles Küchen-Ausrüstung?
Für das Einkochen braucht es nur wenige Hilfsmittel. Wichtig sind ein wirklich großer Topf und ein langer Löffel, um die Masse gut umrühren zu können. Ein handelsüblicher Kochlöffel ist zu kurz. Zudem braucht es Gläser, um das Kochgut umfüllen zu können. Dafür braucht es keine speziellen Einmachgläser. Ich empfehle über das Jahr hinweg Schraubgläser aus dem täglichen Gebrauch zu sammeln, etwa von eingelegtem Gemüse. Wichtig ist auch ein Pürierstab oder eine Küchenmaschine, um die gekochte Masse noch weiter zu zerkleinern.
Worauf ist während des Kochens besonders zu achten?

Sauberkeit. Die Gläser müssen vor Gebrauch gut mit Spülmittel gewaschen werden. Danach lege ich sie in ein Spülbecken mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher. Die Marmelade muss heiß eingefüllt, die Gläser sofort verschraubt und auf den Kopf gestellt werden. Die heiße Fruchtmasse sorgt nämlich dafür, dass mögliche Keime, die sich noch am Deckel oder Glasrand befinden, abgetötet werden. Die Gläser sollten unbedingt bis ganz zum Rand gefüllt werden.
Wie lange sind die eingemachten Früchte haltbar?
Wenn man sauber gearbeitet hat, ist die Marmelade mindestens zwei bis drei Jahre haltbar. Die Gläser sollten möglichst kühl und dunkel gelagert werden. Nicht wundern, wenn sich die Fruchtmasse mit der Zeit etwas verfärbt, sie oxidiert wegen des Lichts. Das sagt aber nichts über ihre Qualität oder Haltbarkeit aus.
Haben Sie noch einen Geheimtipp für unsere Leser?
Ich rate jedem dazu, sich auch mal an Wildobst zu probieren, da gibt es geschmackvolle Sorten in der Region. Kornelkirschen oder Felsenbirnen, die Köstlichkeiten hängen in vielen Gärten und damit quasi vor der Haustüre. Was den Kochvorgang betrifft, rate ich dazu, lieber kleinere Mengen von Früchten in einem großen Topf zu kochen, damit dieser nicht zu voll zum Umrühren ist.
Weitere Artikel aus diesem Ressort finden Sie unter Stadt Regensburg.
https://ift.tt/3E20Ljq
Obst
Bagikan Berita Ini
0 Response to "So gelingt das Einkochen von Obst - Regensburg - Nachrichten - Mittelbayerische"
Post a Comment